Autoproduktion (Archiv)

Rückgang der Auftragseingänge im verarbeitenden Gewerbe

Der Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe in Deutschland ist im Mai 2024 saison- und kalenderbereinigt um 1,6 Prozent gesunken, so das Statistische Bundesamt (Destatis) am Donnerstag. Dies markiert den fünften Rückgang in Folge, was auf eine anhaltende Schwäche in der Industrie hindeutet.

Dreimonatsvergleich und Einfluss von Großaufträgen

Von März bis Mai 2024 war der Auftragseingang insgesamt um 6,2 Prozent niedriger als in den drei Monaten zuvor. Dieser Rückgang ist teilweise auf einen großen Auftrag im Dezember 2023 zurückzuführen. Ohne Berücksichtigung dieser Großaufträge war der Mai-Wert um 2,2 Prozent niedriger als im April und von März bis Mai 0,8 Prozent geringer im Vergleich zu den vorherigen drei Monaten. Hier zeigt sich deutlich, wie stark einzelne Großaufträge das Gesamtbild beeinflussen können.

Unterschiedliche Entwicklungen innerhalb der Industriezweige

Innerhalb des Verarbeitenden Gewerbes gab es sehr unterschiedliche Entwicklungen. Besonders auffällig war der Rückgang im Sonstigen Fahrzeugbau (Flugzeuge, Schiffe, Züge), wo die Aufträge um 19,2 Prozent nach unten gingen. Dies lag vor allem an weniger Großaufträgen im Flugzeugbau im Vergleich zum Vormonat. Auch die Automobilindustrie verzeichnete einen Rückgang um 2,9 Prozent, was das Gesamtergebnis negativ beeinflusste.

Auf der anderen Seite gab es positive Entwicklungen in der Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen, wo die Aufträge um 11,2 Prozent anstiegen.

Investitions-, Vorleistungs- und Konsumgüter

Der Auftragseingang für Investitionsgüter fiel im Mai um 4,3 Prozent. Bei den Vorleistungsgütern stieg er hingegen um 1,4 Prozent und bei den Konsumgütern sogar um 4,9 Prozent.

In- und Auslandsaufträge

Die Auslandsaufträge gingen insgesamt um 2,8 Prozent zurück. Dabei fielen die Aufträge aus der Eurozone um 0,1 Prozent, und die von außerhalb der Eurozone sogar um 4,6 Prozent. Im Kontrast dazu stiegen die Inlandsaufträge leicht um 0,5 Prozent.

Umsatzentwicklung

Der reale Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe war im Mai 2024 saison- und kalenderbereinigt 0,7 Prozent niedriger als im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist der Umsatz um 6,0 Prozent gesunken. Für April ergab sich nach Revision ein Rückgang um 1,0 Prozent gegenüber März, was nur leicht über der vorläufigen Schätzung von -0,9 Prozent lag.

Insgesamt zeigen diese Zahlen eine durchwachsene Entwicklung im Verarbeitenden Gewerbe, geprägt von Rückgängen in Schlüsselbereichen und Lichtblicken bei bestimmten Gütern.

Originalnachricht:

Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe rückläufig

() – Der reale Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe in Deutschland ist im Mai 2024 gegenüber April saison- und kalenderbereinigt um 1,6 Prozent gesunken. Im Vormonatsvergleich war dies der fünfte Rückgang in Folge, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Angaben am Donnerstag mit.

Im Dreimonatsvergleich lag der Auftragseingang von März bis Mai 2024 um 6,2 Prozent niedriger als in den drei Monaten zuvor, was unter anderem auf einen Großauftrag im Dezember 2023 zurückzuführen ist. Ohne die Berücksichtigung der Großaufträge war der Auftragseingang im Mai 2024 um 2,2 Prozent niedriger als im April und von März bis Mai 2024 um 0,8 Prozent niedriger als in den drei Monaten zuvor. Für April ergab sich nach Revision der vorläufigen Ergebnisse ein Rückgang des Auftragseingangs von 0,6 Prozent gegenüber März (vorläufiger Wert: -0,2 Prozent).

Innerhalb des Verarbeitenden Gewerbes waren im Mai in den Wirtschaftszweigen sehr unterschiedliche Entwicklungen zu erkennen. Besonders im Sonstigen Fahrzeugbau (Flugzeuge, Schiffe, Züge) gingen die Auftragseingänge saison- und kalenderbereinigt um 19,2 Prozent zum Vormonat zurück. Der deutliche Rückgang in diesem Bereich ist auf ein geringeres Volumen an Großaufträgen als im Vormonat im Bereich des Flugzeugbaus zurückzuführen. Auch der Rückgang der Auftragseingänge in der Automobilindustrie um 2,9 Prozent hatte einen negativen Einfluss auf das Gesamtergebnis. Positiv wirkten hingegen die Zuwächse bei der Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen (+11,2 Prozent).

Im Bereich der Investitionsgüter ergab sich für den Auftragseingang im Mai 2024 ein Rückgang um 4,3 Prozent gegenüber dem Vormonat. Bei den Vorleistungsgütern (+1,4 Prozent) und den Konsumgütern (+4,9 Prozent) stieg der Auftragseingang gegenüber dem Vormonat.

Die Auslandsaufträge gingen um 2,8 Prozent zurück. Dabei fielen die Aufträge von außerhalb der Eurozone um 4,6 Prozent und aus der Eurozone um 0,1 Prozent. Die Inlandsaufträge stiegen um 0,5 Prozent.

Der reale Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe war nach vorläufigen Angaben im Mai 2024 saison- und kalenderbereinigt 0,7 Prozent niedriger als im Vormonat, so die Statistiker weiter. Im Vergleich zum Vorjahresmonat war der Umsatz kalenderbereinigt 6,0 Prozent geringer. Für April ergab sich nach Revision der vorläufigen Ergebnisse ein Rückgang von 1,0 Prozent gegenüber März (vorläufiger Wert: -0,9 Prozent).

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Autoproduktion (Archiv)