EU-Kommission in Brüssel (Archiv)

Die EU-Kommission verhängt vorerst Strafzölle auf Elektroautos aus China

Brüssel () – Neun Monate nach Einleitung einer Antisubventionsuntersuchung hat die EU-Kommission den Weg für vorläufige Strafzölle auf E-Autos aus China freigemacht. Das verkündete die Brüsseler Behörde am Donnerstag.

Unfaire Subventionierung und wirtschaftliche Schädigung

Der Kern der Untersuchung liegt in der Erkenntnis, dass die Wertschöpfungskette von E-Autos in China von einer "unfairen Subventionierung" profitiere. Dies könnte potenziell wirtschaftliche Schaden für die Hersteller in der EU verursachen. Drei chinesische Hersteller wurden dabei genauer unter die Lupe genommen und erhielten individuelle Zollsätze: 17,4 Prozent für BYD, 19,9 Prozent für Geely und stolze 37,6 Prozent für SAIC.

Kooperation und Nichtkooperation von Herstellern

Andere chinesische Hersteller, die zwar kooperierten, aber nicht in die Stichprobe einbezogen wurden, müssen mit einem gewogenen durchschnittlichen Zollsatz von 20,8 Prozent rechnen. Für die übrigen nichtkooperierenden Unternehmen wurde ein Zollsatz von 37,6 Prozent festgelegt.

Zeitliche Begrenzung und Zukunftsaussichten

Diese vorläufigen Zölle treten ab Freitag in Kraft und gelten vorerst für höchstens vier Monate. In dieser Zeit müssen die EU-Mitgliedstaaten über endgültige Zölle entscheiden, indem sie abstimmen. Auch Verhandlungen mit China sind noch auf dem Plan. Sollte der Beschluss angenommen werden, wären diese Zölle für einen Zeitraum von fünf Jahren gültig.

Also, da stehen einige spannende Monate bevor. Die EU und China müssen nicht nur die Rahmenbedingungen klären, sondern auch eine langfristige Lösung finden, die beide Seiten zufriedenstellt.

Originalnachricht:

EU-Kommission führt vorläufige Strafzölle auf E-Autos aus China ein

Brüssel () – Neun Monate nach Einleitung einer Antisubventionsuntersuchung hat die EU-Kommission den Weg für vorläufige Strafzölle auf E-Autos aus China freigemacht. Das kündigte die Brüsseler Behörde am Donnerstag an.

Hintergrund ist demnach, dass die Wertschöpfungskette von E-Autos in China von einer “unfairen Subventionierung” profitiere, die eine wirtschaftliche Schädigung der Hersteller in der EU zu verursachen drohe. Für drei in eine Stichprobe einbezogenen chinesischen Hersteller gelten individuelle Zollsätze: 17,4 Prozent für BYD, 19,9 Prozent für Geely und 37,6 Prozent für SAIC.

Für andere Hersteller in China, die im Rahmen der Untersuchung der EU-Kommission kooperierten, aber nicht in die Stichprobe einbezogen wurden, gilt der gewichtete durchschnittliche Zollsatz von 20,8 Prozent. Der Zollsatz für andere nichtkooperierende Unternehmen beträgt 37,6 Prozent.

Diese vorläufigen Zölle gelten ab Freitag für höchstens vier Monate. Innerhalb dieses Zeitrahmens muss durch Abstimmung der EU-Mitgliedstaaten eine abschließende Entscheidung über endgültige Zölle getroffen werden, zugleich sollen noch Verhandlungen mit China stattfinden. Nach Annahme des Beschlusses würden die Zölle für einen Zeitraum von fünf Jahren gültig sein.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: EU-Kommission in Brüssel (Archiv)