EU-Parlament in Brüssel (Archiv)

CDU-Abgeordnete im Europäischen Parlament fordern Unterstützung für die Stahlbranche

Die CDU-Abgeordneten im Europäischen Parlament haben sich an die neue EU-Kommission gewandt und fordern die Einführung eines "Europäischen Stahlpakts". Diese Initiative, über die das "Handelsblatt" in seiner Freitagausgabe berichtet, basiert auf einem detaillierten Papier, das neben dem "Green Deal" auch einen "Industrial Deal" sowie konkrete Soforthilfemaßnahmen für die Stahlindustrie vorsieht. Ein Kernpunkt dieser Forderungen betrifft vor allem Anpassungen am CO2-Grenzausgleichssystem und am Förderprogramm für grüne Technologien.

Ergänzung zum Green Deal: Der Industrial Deal

In dem besagten Dokument argumentieren die CDU-Abgeordneten, dass der "Green Deal" durch einen "Industrial Deal" ergänzt werden sollte. Es wird betont, dass die EU dringend strukturelle Probleme und Wettbewerbsnachteile der Industrie angehen muss, um den Verlust industrieller Wertschöpfung zu stoppen und zunehmende Importabhängigkeiten zu verhindern. Eine Maßnahme beinhaltet den Schutz vor Billigimporten mittels einer Quotenregelung, die den Absatz der europäischen Produktion absichert.

Investitionen in Klimafreundlichkeit profitieren

Die CDU-Politiker setzen sich zudem dafür ein, Investitionen in die klimafreundliche Produktion zu belohnen. Dies soll unter anderem durch die Vergabe kostenfreier Emissionszertifikate geschehen, die es den Unternehmen erlauben, eine bestimmte Menge CO2 auszustoßen. Eine robuste und wettbewerbsfähige Stahlindustrie wird als essenziell beschrieben, nicht nur für den Wohlstand und die Resilienz industrieller Wertschöpfungsketten, sondern auch für die Beschäftigung, wirtschaftliche Sicherheit und die grüne Transformation.

Wirtschaftliche Notwendigkeit der Stahlindustrie

Das Papier hebt weiter hervor, dass ohne Stahl weder Windräder betrieben werden noch Elektroautos fahren könnten. Der europäische Stahlsektor leidet erheblich unter der Konkurrenz aus China sowie unter hohen Energiepreisen. Diese Probleme gilt es durch gezielte europäische Maßnahmen zu entschärfen, um die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Industrie zu erhalten.

Letztlich verdeutlicht das CDU-Papier die immense Bedeutung der Stahlindustrie für diverse Aspekte der europäischen Wirtschaft. Durch die vorgeschlagenen Maßnahmen hofft man, die strukturellen Nachteile zu beseitigen und eine nachhaltige sowie widerstandsfähige Industrie zu fördern. Hierdurch soll nicht nur die wirtschaftliche Sicherheit gestärkt, sondern auch der grüne Wandel vorangetrieben werden.

Originalnachricht:

CDU-Abgeordnete im EU-Parlament wollen Hilfen für Stahlunternehmen

Brüssel () – CDU-Abgeordnete im Europäischen Parlament fordern von der neuen EU-Kommission einen “Europäischen Stahlpakt”. Das berichtet das “Handelsblatt” (Freitagausgabe) unter Berufung auf ein entsprechendes Papier. Darin fordern die Abgeordneten neben dem “Green Deal” einen “Industrial Deal” sowie Soforthilfemaßnahmen für die Stahlindustrie – unter anderem durch Anpassungen beim CO2-Grenzausgleichssystem und dem Förderprogramm für Grüne Technologien.

“Der Green Deal sollte durch einen Industrial Deal ergänzt werden”, heißt es in dem CDU-Papier. Die EU müsse die strukturellen Probleme und Wettbewerbsnachteile schnell beseitigen, “um den Verlust industrieller Wertschöpfung aufzuhalten und zunehmende Importabhängigkeiten zu verhindern”. In dem Papier ist vom Schutz vor Billigimporten die Rede, auch solle durch Quotenregelung der Absatz der europäischen Produktion abgesichert werden. Zudem sollen nach Ansicht der CDU-Politiker Investitionen in die klimafreundliche Produktion belohnt werden, etwa durch kostenfreie Emissionszertifikate – also die Erlaubnis, eine bestimmte Menge CO2 auszustoßen.

Eine wettbewerbsfähige Stahlindustrie sei essenziell für “den Wohlstand, die Resilienz industrieller Wertschöpfungsketten, die Beschäftigung, wirtschaftliche Sicherheit und die grüne Transformation”, heißt es in dem Papier weiter. “Ohne Stahl würde sich kein Windrad drehen und kein Elektroauto auch nur einen Kilometer fahren”. Die europäische Stahlindustrie leidet vor allem durch chinesische Konkurrenz sowie durch hohe Energiepreise.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
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